Kamen Open, Mittwoch, Tag 3

Was soll das noch werden? Wir sind, wie der Name schon sagt, erst in der Mitte des Turniers, aber was gestern an Spitzensport abgeliefert wurde, Chapeau!! Doch zunächst einmal der Hinweis auf heute (Donnerstag): Kamen meets Tennis. Aber nicht nur Kamen. Wenn alles klappt, gibt es heute vom Turnier eine Live – Schalte in die Lokalzeit des WDR. Also, Kommen ist Pflicht.

Gestern wurde Tennis vom Feinsten geboten. Alle Spiele waren toll, aber zwei sollte man besonders hervorheben. Zum Einen bestritt um 11:00 der an Nr. 1 gesetzte Spanier Javier Barranco Cosano (warum hört sich so etwas besser an als Fritz Müller?) gegen den Schweizer Qualifikanten Damien Wenger sein Auftaktmatch. Wer jetzt dachte, das wird eine schnelle Veranstaltung, sah sich spätestens nach Ende des ersten Satzes getäuscht. Den holte sich nämlich der Schweizer. Ein Match auf Augenhöhe. War es am Ende die größere Routine oder lag es an der Kondition? Nach knapp mehr als 3 Stunden (!!!) gewnn der Spanier mit 4 : 6 / 7 : 5 und 6 : 1 Als letztes Spiel auf dem Einser stand ein Match mit ähnlichen Vorzeichen auf dem Programm: der an zwei gesetzte Peter Heller gegen seinen Landsmann Valentin Günther, der als Qualifikant nun schon sein drittes Match bestritt. Und dieses Spiel lief ähnlich ab: Valentin konnte sich im ersten Satz unter anderem mit seinen wuchtigen Aufschlägen und seiner knallharten Vorhand durchsetzen. Satz 2 ging dann an im Tie-Break an Peter Heller, der dann aber im dritten seine Routine ausspielte. Endergebnis: 4 : 6 / 7 : 6 / 6 : 1 Beide Spieler bekamen, als sie Richtung Kabine gingen,von allen Zuschauern auf der Terrasse einen anerkennenden Applaus für ein äußerst ansprechendes Match, in dem der Qualifikant sehr lange seinem Gegner Paroli bot. Es wäre schön, wenn du das nächste Jahr wieder dabei bist, Valentin

Raimund Boas